Leben ohne Schule in Österreich!

Genauer ist hier der "Häusliche Unterricht" gemeint, eine erlaubte und klar geregelte Alternative zum Schulbesuch in Österreich während der neun Pflichtschuljahre.

 

Aber auch in der Zeit danach hat man die Wahl, so kann zB die Matura bei selbstständiger Vorbereitung in Form mehrer Externistenprüfungen abgelegt werden.

 

 

Der Ablauf des häuslichen Unterrichts ist folgender:

 

Vor dem betreffenden Schuljahr (also bis Ende August) stellt man den Antrag auf hU beim zuständigen Schulamt (Stadt- bzw. Bezirksschulrat).

 

Dieser wird in der Regel innerhalb einiger Wochen genehmigt, und man kann sich an eine öffentliche Schule wenden, um die Schulbücher, falls erwünscht, zu beziehen.

 

Außerdem wählt man eine bewilligte Prüfungsschule (österreichweit, wohnortunabhängig), in welcher das Kind bis zum Ende des Schuljahres (Ende Juni) eine Externistenprüfung abzulegen hat.

 

Fällt diese positv aus, wird der hU im Folgejahr wieder genehmigt, andernfalls ist die Schulstufe an einer öffentlichen Schule bzw. an einer privaten Schule mit Öffentlichkeitsrecht zu wiederholen.

 

Die Grundlage für den hU bildet der staatliche Lehrplan, den man zu erfüllen hat, und dies eben in Prüfungsform nachweisen muß.

 

Wie man allerdings "zum Ziel kommt", ist jeder einzelnen Familie überlassen, und somit sind die Unterrichtsmethoden und überhaupt die Gründe für den hU recht unterschiedlich. Dazu gibt es eine Diplomarbeit aus dem Jahre 2007 (PDF Vollversion/ Kurzfassung).

 

Die Verfasserin dieser Homepage, ebenso wie die meisten der hier dokumentierten Aktivitäten und die vorgestellten lokalen Gruppen, lassen sich am ehesten als Vertreter des selbstbestimmten Lernens beschreiben, denen eine Entfaltung der Persönlichkeit des Kindes und somit auch seiner individuellen Stärken wichtig sind.

Wir sind aber durchaus an unterschiedlichen Kontakten und Kooperationen interessiert, und sehen unsere Aufgabe auch in der Vernetzung der verschiedenen Vertreter des hU in Österreich.